FSJ und BFD von A-Z

A

  • Anleitung in der Einsatzstelle
    Während Ihres Freiwilligendienstes werden Sie von Ihrer Einsatzstelle fachlich angeleitet. Die Anleitung beinhaltet die Einarbeitung und fortlaufende Betreuung in der praktischen Arbeit.


  • Arbeitgeber
    Für alle Freiwilligen im FSJ ist der DRK-Kreisverband Aalen e. V. Arbeitgeber. Als Freiwilliger im BFD übernimmt diese Funktion das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BaFzA).


  • Arbeitsmarktneutralität
    Sowohl das Jugendfreiwilligendienstegesetz (JFDG) als auch das Gesetz über den Bundesfreiwilligendienst (BFDG) definieren den Freiwilligendienst als „überwiegend praktische Hilfstätigkeit in gemeinwohlorientierten Einrichtungen“. Der Freiwilligendienst ist im arbeitsrechtlichen Sinne kein Beschäftigungsverhältnis und kann keinen Ersatz für bestehende Fachpersonalstellen darstellen. Freiwillige werden demnach ergänzend zu den Fachkräften in der Einsatzstelle eingesetzt. (siehe „Verantwortung“)


  • Arbeitsschutz
    Für einen Freiwilligendienst gelten dieselben Arbeitsschutzvorschriften wie für ein reguläres Arbeitsverhältnis, wie z.B. das Jugendarbeitsschutz-, das Arbeitszeit- und das Mutterschutzgesetz. Diese enthalten Bestimmungen, die sowohl die Gesundheit als auch die Arbeitsfähigkeit schützen und erhalten sollen (z.B. Arbeitszeiten, Pausen, etc.).


  • Arbeitsunfall/Wegeunfall (gesetzliche Unfallversicherung)
    Wer einen Freiwilligendienst absolviert ist gesetzlich unfallversichert. Erleidet ein Freiwilliger einen Wege- bzw. Arbeitsunfall oder erkrankt an einer Berufskrankheit, ist der Unfallversicherungsträger der Einsatzstelle zuständig. Die Kosten für den Versicherungsschutz trägt die Einsatzstelle. Diese Unfallversicherung greift während der Arbeit in der Einsatzstelle bzw. auf dem Weg dorthin und zurück nach Hause. Diese ist unabhängig von der Dauer des Freiwilligendienstes und beginnt am ersten Tag der Tätigkeit.
    Während der Seminare des DRK-Kreisverbandes Aalen e.V. sind Freiwillige ebenfalls über die Unfallversicherung der Einsatzstelle versichert. Arbeits- und Wegeunfälle muss die Einsatzstelle unmittelbar dem Unfallversicherungsträger melden. Bitte informieren Sie auch umgehend das Team Freiwilligendienste.
    Bei Unfällen (insbesondere Verkehrsunfällen) ist sicherheitshalber immer ein Arzt aufzusuchen, um Verletzungen auszuschließen. Spätere Angaben über Verletzungen werden unter Umständen nicht anerkannt.


  • Arbeitszeit
    Ihr Freiwilligendienst ist grundsätzlich eine Vollzeittätigkeit. Die Wochenarbeitszeit sowie das Arbeitszeitmodell richten sich nach den geltenden Regelungen der Einsatzstelle. So kann es  Früh-, Spät- und Wochenenddienste bzw. unterschiedliche Dienstplanmodelle geben. Überstunden sollten vermieden oder umgehend abgebaut werden (siehe „Überstunden“).
    Bei Jugendlichen unter 18 Jahren gelten die Jugendarbeitsschutzbestimmungen.
    Die Seminartage gelten als Arbeits- bzw. Dienstzeit und werden als volle Arbeitstage gewertet.


  • Ausweis
    Zu Beginn des Freiwilligendienstes erhalten Sie einen FSJ- bzw. BFD-Ausweis. Dieser ist vergleichbar mit einem Schülerausweis und ermöglicht Ermäßigungen verschiedenster Art, z.B. bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
    Im FSJ wird der Ausweis durch den DRK-Kreisverband Aalen e.V. ausgestellt, im BFD durch das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BaFzA).
    Bei vorzeitigem Ausscheiden muss der Ausweis an den Träger zurückgegeben werden.

 

B

  • Berufsschulpflicht
    In Baden-Württemberg ruht die Berufsschulpflicht während der Ableistung eines Freiwilligendienstes. Bei Bedarf müssen Bescheinigungen über die Ableistung des Dienstes bei den Berufsschulen vorgelegt werden.


  • Bescheinigung
    Bescheinigungen über die Ableistung eines Freiwilligendienstes werden vom Team Freiwilligendienste ausgestellt. Alle Freiwilligen erhalten zu Beginn Ihres Dienstes  eine Bescheinigung über die Ableistung eines FSJ bzw. BFD. Sie enthält Angaben zum Einsatzort und Beschäftigungszeitraum sowie zu monatlichen Bezügen.
    Die Bescheinigung dient als Nachweis gegenüber Behörden oder der Berufsschule und wird für Anträge bei der Familienkasse (Kindergeld) benötigt. Auf Anfrage können gerne weitere Bescheinigungen ausgestellt werden.

 

D

  • Datenschutz
    Personenbezogene Daten der Freiwilligen werden vom DRK-Kreisverband Aalen e.V. nur erhoben, verarbeitet und genutzt, soweit diese zur Begründung, Durchführung, Beendigung oder Abwicklung des Teilnehmerverhältnisses erforderlich sind.
  • Dauer des Freiwilligendienstes
    Ein Freiwilligendienst wird in der Regel für die Dauer von 12 zusammenhängenden Monaten, mindestens jedoch für eine ununterbrochene Zeit von 6 Monaten abgeleistet.
    Die Freiwilligendienste können in Absprache mit der Einsatzstelle und dem Team Freiwilligendienste auf eine Gesamtdauer von maximal 18 Monaten verlängert werden, dies muss entsprechend beim Träger beantragt werden.
  • Diensthaftpflicht
    Freiwillige werden von der Einsatzstelle zur jeweiligen Diensthaftpflichtversicherung angemeldet. Im dienstlichen Schadensfall greift die Haftpflichtversicherung der Einsatzstelle.
  • Dienstkleidung
    Sofern in der Einsatzstelle das Tragen von Arbeits- bzw. Schutzkleidung benötigt oder gewünscht wird, ist die Einkleidung und Organisation Angelegenheit der Einsatzstelle. Gibt es Dienstkleidung, so ist diese unbedingt zu tragen und darf nicht für private Zwecke genutzt werden.

 

E

  • Einsatzstellenbesuch
    Das Team Freiwilligendienste des DRK-Kreisverband Aalen e.V. betreut die Freiwilligen während des Freiwilligendienstes. Dies geschieht u.a. in regelmäßigem Austausch mit den Einsatzstellen und Anleitern als auch in einem jährlich stattfindenden Einsatzstellenbesuch vor Ort. Bei diesem Termin werden die Freiwilligen von ihrem pädagogischen Ansprechpartner aus dem Team Freiwilligendienste in der Einsatzstelle besucht. Themen können u.a. die Einarbeitung, der Beginn des Dienstes, Zukunftspläne, etc. sein. (siehe „pädagogische Begleitung durch das DRK“)
  • Einstellungsuntersuchung
    Vor Beginn der praktischen Tätigkeit in der Einsatzstelle müssen Sie sich ggf. einer Einstellungsuntersuchung unterziehen. Bitte informieren Sie sich darüber bei Ihrer Einsatzstelle.
  • Erstuntersuchung für Minderjährige
    Jugendliche, die bei Beginn ihres Freiwilligendienstes minderjährig sind, müssen dem Team Freiwilligendienste vor Erstellung der Teilnehmervereinbarung eine Bescheinigung der Erstuntersuchung nach § 32 Abs. 1 Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) vorlegen. Diese wird vom Hausarzt durchgeführt und ist kostenlos.

 

F

  • Flexible Bildungstage
    Das Freiwilligendienstegesetz schreibt bei einem 12-monatigen FSJ 25 Seminartage vor (siehe „Seminartage“). Um auf die erforderliche Anzahl zu kommen, benötigen Freiwillige im FSJ ergänzend zu den Seminaren drei flexible Bildungstage. Es gibt folgende Möglichkeiten diese Tage abzuleisten, sofern sie nicht von der Einsatzstelle vorgegeben werden:
    -       Hospitationen in anderen Einrichtungen oder Einsatzbereichen
    -       Besuch von Fortbildungen (einrichtungsintern oder- extern
    -       Besuch eines Bildungstages, der von uns als Träger angeboten wird
    Eine Absprache mit der Einsatzstelle über die Gestaltung der flexiblen Bildungstage ist in jedem Fall erforderlich.
  • Führungszeugnis
    Eventuell müssen Sie Ihrer Einsatzstelle ein (erweitertes) Führungszeugnis vorlegen. Im FSJ/BFD sind Sie von den Gebühren eines Führungszeugnisses befreit. Bei der Beantragung legen Sie als Nachweis bitte die Bescheinigung über die Ableistung eines Freiwilligendienstes vor. Auf Anfrage erhalten Sie bei Ihrem Ansprechpartner im Team Freiwilligendienste ein Merkblatt, dieses können Sie ebenfalls zusätzlich vorlegen. (siehe „Bescheinigung“)

 

G

  • Gesetzesgrundlagen
    Die gesetzliche Grundlage für die Rahmenbedingungen, die Ausgestaltung und die Durchführung des Freiwilligen Sozialen Jahres ist das „Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten (JFDG)“ vom 16.05.2008.
    Gleichermaßen findet beim Bundesfreiwilligendienst das „Bundesfreiwilligendienstgesetz (BFDG)“ vom 28.04.2011 seine Anwendung.
  • GEZ
    Für Freiwillige gibt es keine grundsätzliche Befreiung von den Radio- und Fernsehgebühren.

 

K

  • Kindergeld
    Im Steuerrecht (Kinderfreibeträge) und für den Anspruch auf Kindergeld ist sowohl das FSJ als auch der BFD der Schul- und Ausbildungszeit gleichgestellt, d.h. es besteht vom Grundsatz her Anspruch auf Kindergeld. Näheres erfahren Sie bei den zuständigen Behörden.
  • Krankenversicherung
    Da der Freiwilligendienst eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit ist, müssen Sie für den Zeitraum Ihres Dienstes eigenständiges Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sein. Die Beiträge werden in voller Höhe vom DRK-Kreisverband Aalen e.V. übernommen und an die Versicherung abgeführt. Ihnen entstehen keine Abzüge. Falls Ihre Krankenkasse jedoch einen Zusatzbeitrag erhebt, müssen Sie die Kosten dafür selbst tragen.
    Wenn Sie nach Ihrem Freiwilligendienst wieder Mitglied in der Familien- bzw. privaten Krankenversicherung werden wollen, empfehlen wir Ihnen Ihre Krankenversicherung zu kontaktieren.
  • Krankheitsfall
    Das Verhalten im Krankheitsfall sollte immer mit der Einsatzstelle besprochen werden, um Unannehmlichkeiten auszuschließen. Im Krankheitsfall ist die Einsatzstelle unverzüglich zu benachrichtigen. Die voraussichtliche Krankheitsdauer ist mitzuteilen. Dem Team Freiwilligendienste muss eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem 3. Krankheitstag vorgelegt werden. Einige Einsatzstellen fordern bereits ab dem 1. Krankheitstag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.
    Im Krankheitsfall werden Taschengeld und Sachbezüge für mindestens 6 Wochen bezahlt, jedoch nicht über die Dauer des Freiwilligendienstes hinaus. Die Regelung des Entgeltfortzahlungsgesetzes findet keine Anwendung.
    Krankheitsbedingte Abwesenheit an Seminartagen teilen Sie bitte so schnell wie möglich - in jedem Fall aber vor Seminarbeginn - telefonisch dem Team Freiwilligendienste mit.
    An Seminartagen ist eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bereits ab dem 1. Krankheitstag direkt an den Träger zu senden. Wer bei Seminaren nur teilweise krankgeschrieben ist, wendet sich an das Team Freiwilligendienste, um das weitere Vorgehen (Nachreise/Arbeitsaufnahme) zu besprechen.
  • Kündigung
    Eine Kündigung kann sowohl vom DRK-Kreisverband Aalen e.V., im BFD vom BaFzA, als auch von Ihnen ausgesprochen werden. Sie muss dem Träger bzw. Ihnen schriftlich und fristgerecht vorliegen und bedarf einer Unterschrift, sowie einem Kündigungsdatum. Die Kündigungsfrist während der Probezeit beträgt im FSJ und BFD zwei Wochen (siehe „Probezeit“). Im FSJ gilt nach Ablauf der Probezeit eine Kündigungsfrist von einem Monat zum Monatsende.
    Die BFD Vereinbarung kann mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende des Kalendermonats gekündigt werden.

 

M

  • Meldegesetz
    Freiwillige, die für den Freiwilligendienst ihren Wohnsitz ändern, müssen sich innerhalb einer Woche bei dem für den neuen Wohnsitz zuständigen Einwohnermeldeamt an- bzw. ummelden. Der Heimatwohnsitz kann auf Wunsch bei der Meldebehörde als Nebenwohnung/Zweitwohnsitz angemeldet werden.
  • Mutterschutz
    Hinsichtlich der öffentlich-rechtlichen Schutzvorschriften des Gesetzgebers ist der Freiwilligendienst einem Arbeitsverhältnis gleichgestellt. Entsprechend gilt das Mutterschutzgesetz (siehe „Arbeitsschutz“). Bitte wenden Sie sich im Falle einer Schwangerschaft an das Team Freiwilligendienste und senden diesem eine Bescheinigung über den voraussichtlichen Entbindungstermin zu.

 

N

  • Nachtarbeit
    Freiwillige dürfen nicht zu Nachtdiensten herangezogen werden. Begründete Ausnahmen sind im Einvernehmen mit Freiwilligen, Einsatzstelle und Träger zeitlich begrenzt möglich.
  • Nebenerwerb
    Ihr FSJ/BFD ist eine Vollzeittätigkeit. Geringfügige Nebentätigkeiten sind prinzipiell möglich, müssen jedoch vom Freiwilligen schriftlich bei der Einsatzstelle beantragt werden. Dieser Antrag muss anschließend dem Träger zur weiteren Genehmigung vorgelegt werden. Eine Aufnahme der Nebentätigkeit darf erst erfolgen, wenn eine Zustimmung beider Parteien erfolgt ist. Die wöchentliche Arbeitszeit im Freiwilligendienst inkl. Nebenbeschäftigungs-Arbeitszeit darf 40 Stunden (bei Minderjährigen) bzw. 48 Stunden (bei Volljährigen) nicht überschreiten. Der Nebenerwerb darf weder die Arbeitszeiten in der Einsatzstelle oder in den Seminaren, noch Ihre Arbeitsfähigkeit insgesamt beeinträchtigen. Freiwillige, die eine Aufenthaltserlaubnis nach § 18 Aufenthaltsgesetz in Verbindung mit §14 Abs. 1 Nr. 1 Beschäftigungsverordnung haben, dürfen keinem Nebenerwerb nachgehen. Das Formular zur Genehmigung einer Nebentätigkeit kann beim Team Freiwilligendienste angefordert werden.

 

P

  • Probezeit
    Die Probezeit wird in der Vereinbarung über die Ableistung eines Freiwilligendienstes geregelt und beträgt im FSJ drei Monate (kann im Einzelfall verlängert werden) und im BFD sechs Wochen. (siehe „Kündigung“)
  • Pädagogische Begleitung durch das DRK
    Neben der Anleitung durch die Einsatzstelle übernimmt das Team Freiwilligendienste die pädagogische Begleitung während Ihres Dienstes. Jeder Freiwillige hat eine Ansprechperson aus dem Team Freiwilligendienste. Diese ist bei allen Fragen, Anliegen und Unklarheiten in Zusammenhang mit der Ableistung Ihres Freiwilligendienstes für Sie da.

 

R

  • Rechtsverhältnis
    Die Tätigkeit im Rahmen eines Freiwilligendienstes ist per Gesetz weder ein Arbeits- noch ein Ausbildungsverhältnis. Zwischen Freiwilligem, Träger und Einsatzstelle wird eine privatrechtliche Vereinbarung abgeschlossen, die Rahmenbedingungen, Leistungen und Pflichten regelt.
    Im Bundesfreiwilligendienst ist das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BaFzA) zusätzlich Vertragspartner. Bezüglich der öffentlich-rechtlichen Schutzvorschriften ist der Freiwilligendienst jedoch einem Arbeitsverhältnis gleichgestellt. (siehe „Arbeitsschutz“, „Mutterschutz“)

 

S

  • Schutzimpfung
    Abhängig vom Arbeitsbereich sollten gegebenenfalls vor dem Einsatz Schutzimpfungen vorgenommen werden. Ihre Einsatzstelle wird bei Bedarf auf Sie zukommen und trägt entstehende Kosten.
  • Schweigepflicht
    Freiwillige haben wie alle anderen Mitarbeiter einer Einrichtung über die persönlichen Verhältnisse der Betreuten – auch über die Zeit des Einsatzes hinaus – strengstes Stillschweigen gegenüber Außenstehenden zu wahren. Dies schließt auch Interna der Einsatzstellen ein.
  • Seminare
    Bei einem 12-monatigen Freiwilligendienst sind im FSJ 25 und im BFD 27 Seminartage seitens des Trägers vorgeschrieben. Dazu gehören drei 5-tägige Seminare im Inland und eine 7-tägige Reise ins Ausland. Im FSJ gibt es ergänzend drei zusätzliche Seminartage (siehe „flexible Bildungstage“), im BFD ist eine 5-tägige politische Bildung vorgesehen. Wird ein Freiwilligendienst über den Zeitraum von 12 Monaten hinaus verlängert, erhöht sich die Anzahl der Seminartage um mindestens einen Tag pro Verlängerungsmonat. Die Teilnahme an den Seminaren ist für alle Freiwilligen verpflichtend und gilt als Arbeitszeit. Einzelne Seminartage werden mit einem ganzen Arbeitstag berechnet. In dieser Zeit kann kein Urlaub genommen werden. Die Einsatzstellen werden über die Termine durch den Träger informiert und gestalten den Dienstplan entsprechend.
    Bitte informieren Sie jedoch Ihre Einsatzstelle zusätzlich über Ihre Seminartermine, sobald Sie die Einladung zu den Seminaren erhalten haben. Während der Seminare sind die Seminar- und Hausregeln einzuhalten.
  • Seminarinhalte
    Die Freiwilligen wirken an der Gestaltung der Seminararbeit mit, d.h. die Inhalte und Aktivitäten der Seminargruppen werden zum Teil gemeinsam festgelegt. Ein Schwerpunkt der Seminare ist die Auseinandersetzung mit den Erlebnissen und Erfahrungen aus der täglichen Arbeit in den Einsatzstellen (Praxisreflexion). Weitere Bereiche sind u. a. allgemeinbildende, sozial- und gesellschaftspolitische
    Themen, kreative Inhalte, Exkursionen, Freizeitangebote, etc.


  • Seminargruppen und -orte
    Ihre Seminargruppe sowie der Seminarort werden Ihnen rechtzeitig schriftlich bekannt gegeben. Die Verpflegung und die Unterkunft sind kostenfrei. Die An- und Abreisekosten zum/vom Seminarhaus sind in der monatlichen Pauschale enthalten.
  • Sozialversicherung
    Da der Freiwilligendienst eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit ist, meldet das Team Freiwilligendienste alle Freiwilligen zur Sozialversicherung an und führt die Beiträge in voller Höhe an die Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung ab. Bitte beachten Sie, dass zwischen dem letzten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis und dem Freiwilligendienst ein Zeitraum von 29 Tagen liegen muss. (siehe „Arbeitsunfall/Wegeunfall (gesetzliche Unfallversicherung“))

 

T

  • Träger
    Träger Ihres Freiwilligendienstes ist der DRK-Kreisverband Aalen e. V.

 

U

  • Überstunden
    Aufgrund der gesetzlich geregelten Leistungen für Freiwillige dürfen Überstunden, Wochenend- und Feiertagsdienste nicht mit finanziellen Zuschlägen vergütet werden. Sie werden mit einem Freizeitausgleich im Verhältnis 1:1 berechnet.
  • Unfall
    Siehe „Arbeitsunfall/Wegeunfall (gesetzliche Unfallversicherung)"
  • Urlaub
    Volljährige Freiwillige haben bei einer 5-Tage-Woche Anspruch auf 25 Arbeitstage Erholungsurlaub bei einem 12-monatigen Dienst. Freiwillige, die zu Beginn des Kalenderjahres unter 17 Jahre alt sind, erhalten 27 Tage Urlaub bei einem 12-monatigen Dienst. Reduziert sich die Dauer des Freiwilligendienstes, so reduziert sich anteilig der Anspruch auf Erholungsurlaub. Bei einer Verlängerung erhöht sich der Anspruch entsprechend. Urlaubsanträge sind bei der jeweiligen Einsatzstelle zu stellen.

 

V

  • Verantwortung
    Freiwillige üben grundsätzlich eine Hilfstätigkeit aus. Daher ergeben sich Abgrenzungen in der Arbeit zu ausgebildeten Fachkräften. Freiwilligen darf auf der Ebene einer Hilfskraft Durchführungsverantwortung übertragen werden (siehe „Arbeitsmarktneutralität“). Die Gesamtverantwortung liegt beim zuständigen Fachpersonal der Einsatzstelle.
    Die Übertragung von Aufgaben ist jeweils im Einzelfall zu klären. Dabei ist die persönliche Reife der Freiwilligen zu berücksichtigen.
  • Vereinbarung
    Die Vereinbarung im FSJ und im BFD wird zwischen Ihnen, Ihrer Einsatzstelle und dem Träger geschlossen. Im BFD ist das BaFzA zusätzlicher Vertragspartner.
    Sie informiert über Rechte und Pflichten der Beteiligten. (siehe „Rechtsverhältnis“)
  • Verlängerung des Freiwilligendienstes
    Siehe „Dauer des Freiwilligendienstes“


  • Vorstellungsgespräch
    Für Vorstellungsgespräche werden Sie für bis zu drei Arbeitstage von Ihrer Arbeitsstelle freigestellt. Bitte besprechen Sie die Termine mit Ihrer Einsatzstelle und legen eine schriftliche Bestätigung vor. Sollte das Bewerbungsgespräch während der Seminare stattfinden, wenden Sie sich bitte rechtzeitig an das Team Freiwilligendienste.

 

W

  • Waisenrente
    Der Anspruch auf Waisenrente (Halb- und Vollwaisenrente) bleibt bestehen, soweit die Voraussetzungen nach §48 SGB VI gegeben sind.
  • Wohngeld
    Wenn Sie selbst Mieter eines Zimmers oder einer Wohnung sind und dies Ihren Lebensmittelpunkt darstellt, haben Sie die Möglichkeit Wohngeld zu beantragen.
    Anträge sind rechtzeitig bei der örtlich zuständigen Wohngeldstelle zu stellen. Wohngeld wird meist nur genehmigt, wenn Sie schon vor Beginn Ihres Freiwilligendienstes Mieter einer eigenen Wohnung waren, Sie die Unterkunft für einen längeren Zeitraum anmieten bzw. nicht nur für den Zeitraum Ihres FSJ/BFD beziehen und dies Ihrer Verselbstständigung dient.

 

Z

  • Zertifikat/Zeugnis
    Nach Abschluss des Freiwilligendienstes erhalten Sie von uns  neben einem Zertifikat (nur im FSJ) eine sogenannte Abschlussbescheinigung. Diese enthält Name, Wohnort, Zeitraum des Freiwilligendienstes und den Vermerk, dass die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten wurden. Auf Wunsch erhalten Sie auch ein qualifiziertes Arbeitszeugnis.
  • Beantragen Sie dies bitte rechtzeitig in Ihrer Einsatzstelle. Diese beurteilt Ihre Leistungen anhand eines vorgegebenen Beurteilungsbogens, der dem Team Freiwilligendienste als Zeugnisvorlage dient. Sie bekommen das qualifizierte Arbeitszeugnis nach Ende Ihres Freiwilligendienstes per Post zugesandt. Benötigen Sie ein Zwischenzeugnis während Ihres Einsatzes, sprechen Sie bitte ebenfalls mit Ihrer Einsatzstelle. Das Vorgehen entspricht dem einer Abschlussbeurteilung.
    Beim Bundesfreiwilligendienst wird bei Beendigung automatisch ein Zeugnis erstellt, ohne dass es eine Aufforderung seitens des Freiwilligen bedarf.
    Wir empfehlen allen Freiwilligen, sich ein qualifiziertes Arbeitszeugnis ausstellen zu lassen.
  • Zulassung an Hochschulen
    Bei der Vergabe eines Studienplatzes durch die Stiftung für Hochschulzulassung (ehemals ZVS) dürfen Bewerbern, die einen Freiwilligendienst ableisten grundsätzlich keine Nachteile entstehen. In der Regel führt die Ableistung eines Freiwilligendienstes gegenüber anderen Studienplatzbewerbern bei gleichen Durchschnittsnoten bzw. gleich langer Wartezeit zu Vorteilen. Freiwillige, die vor oder während des Freiwilligendienstes eine Zusage für einen Studienplatz erhalten, haben auch nach Ende des Dienstes Anspruch auf den zugesagten Studienplatz, jedoch nicht zwingend auf den zugesagten Standort. Es gilt der Grundsatz, dass durch den Freiwilligendienst keine Nachteile entstehen dürfen, auch dann nicht, wenn der NC sich verändert haben sollte.
    Leider gibt es keine bundesweit einheitlichen Regelungen, die die Anerkennungskultur an Hochschulen festschreibt. Bitte erfragen Sie die geltende Regelung daher immer direkt bei den jeweiligen Hochschulen. Dort erhalten Sie die derzeit gültigen Informationen.